title: R, C, L, j und Python
slug: RCLj_python
date: 2026-10-06 12:04:46 UTC+02:00
modified: 2026-10-06 14:02:21 UTC+02:00
type: text

Ich plane einen kombinierten Kurs in zwei Teilen an insgesamt vier
Tagen mit folgendem Inhalt:

## Einführung: R, C, L, j [🔗](#rclj_kurs){.small} {: #rclj_kurs}

Im ersten Teil ([Dienstag](#termin_di) und [Donnerstag](#termin_do))
geht es um folgendes Rüstzeug:

- Wie werden Wechselspannungen und -ströme in R, L, C - Netzwerke
  grundsätzlich berechnet?
- Scheinwiderstände, Impedanzen.
- Güte.
- Aus welchem Himmel fällt dieses `j` und wie lässt sich damit
  rechnen?
- Serienschaltung und Parallelschaltung von R, L, C - Netzwerken.

Dieses Rüstzeug wird anschließend angewendet auf die Berechnung
folgender Baugruppen:

- Schwingkreise
- einfache Antennen-Anpassgeräte
- verschiedene LC-Filter

Dieser Teil des Kurses kann auch unabhängig vom folgenden Teil besucht
werden.

Die Berechnungen werden zunächst noch manuell erledigt, mit einem
Taschenrechner, der komplexe Zahlen kann, oder mit Python als
Taschenrechner.  Die Nutzung von Python ist verpflichtend für alle,
die am zweiten Teil des Kurses teilnehmen wollen.

### Python [🔗](#python_kurs){.small} {: #python_kurs}

Im zweiten Teil (am [Wochenende](#termin_woende)) geht es um die
Frage: Wie kann so etwas in Python programmiert werden?

Ziel des Pythonkurses ist:

- Die Teilnehmenden können Python die Dämpfung verschiedener
  Tiefpassfilter bei festen Oberwellenfrequenzen berechnen lassen.
- Sie können Python Graphen erstellen lassen, die die Reaktionen von
  Antennen-Anpassgeräten, Filter oder ähnlichen Baugruppen auf
  verschiedene Frequenzen darstellen:
    - Dämpfung,
    - Phase,
    - Spannung über und Strom durch die verschiedenen einzelnen
      Bauteile.
- Dabei können auch Eigenschaften realer Bauteile berücksichtigt
  werden (namentlich Streukapazitäten und endliche Güten von Spulen).

Die gesamte benutzte Software ist Open Source und läuft unter Linux,
Mac und sogar unter MS Windows.

Es wird von den Teilnehmenden erwartet, dass sie für diesen Teil des
Kurses einen PC (Laptop oder Desktop, *kein Handy oder Tablet*)
benutzen, auf dem Linux, Mac oder MS Windows installiert ist.

### Zielgruppe [🔗](#zielgruppe){.small} {: #zielgruppe}

An Amateurfunk interessierte Menschen, die einen Computer zur
Verfügung haben und mit dem einigermaßen umzugehen wissen.
Insbesondere sind Programme zu installieren (hauptsächlich Python) und
die Bereitschaft ist gefragt, sich gelegentlich auf die Kommandozeile
einzulassen und dort gelegentlich vorgegebene Befehle abzusetzen.

Programmieren brauchen sie vorher nicht zu können; ein Ziel des Kurses
ist, die Grundbegriffe des Programmierens erst beizubringen.

Etwas englische Sprachkenntnisse muss ich leider voraussetzen: Viel
relevante Dokumentation ist in englischer Sprache verfasst, die im
Rahmen des Kurses gelesen wird.

### (Noch keine) Barrierefreiheit [🔗](#nix_a11y){.small} {: #nix_a11y}

Das gesamte Angebot ist *nicht* barrierefrei.  Ich setze voraus, dass
Teilnehmende mich hören und übliche Bildschirm-Ausgaben (Text und
Graphiken) am Bildschirm erkennen können.  Ich kann "leichte Sprache"
nicht sprechen.

Wer Bedürfnisse für Barrierefreiheit hat, soll sich bitte bei mir
melden.  Spätestens, wenn sich jeweils drei interessierte Leute
finden, die ähnliche Barrierefreiheits-Bedürfnisse haben (zum Beispiel
drei Blinde), bin ich bereit, sehr ernsthaft darüber nachzudenken, ob
ich für die entsprechende Zielgruppe einen angepassten Kurs zu einem
späteren Zeitpunkt anbieten möchte und kann.

### Inhaltliche Einschränkungen: [🔗](#onoff_topic){.small} {: #onoff_topic}

- Wir betrachten stets den eingeschwungenen Zustand.
- Wir modellieren keine Transformatoren.
- Das Smith-Diagramm taucht nicht auf.
- Ich gehe nicht auf verschiedene Filtertopologien ein (Butterworth,
  Chebyshev, Bessel, Cauer, ...), obwohl solche Filter natürlich mit
  den hier vorgestellten Methoden analysiert werden können.
- Die Filter werden *numerisch* analysiert.  Wir befassen uns nicht
  mit Software zum Umformen von Formeln.

### Regeln [🔗](#regeln){.small} {: #regeln}

Der Kurs lebt davon, dass immer wieder Übungsaufgaben gestellt werden,
die dann von allen Teilnehmenden am eigenen Rechner gelöst werden, vor
allem, aber nicht nur, am Wochenende.  Wenn etwas klappt, aber gerade
auch dann, wenn etwas *nicht* klappt, sollen Teilnehmenden bereit
sein, ihre Ergebnisse und Probleme mit den anderen Teilnehmenden zu
teilen, damit alle gemeinsam daraus lernen können.  Der Kurs selbst
findet deshalb in einem geschützten Raum statt:

* Alle sind verpflichtet, mit den anderen Teilnehmenden wertschätzend
  und rücksichtsvoll umzugehen.
* Was im Kurs passiert (an personenbezogenen Daten und Informationen
  entsteht), bleibt im Kurs (solange keine Straftaten oder andere
  ernste Regelverstöße vorkommen).  Insbesondere wird nicht nach
  außen weitergegeben, welche Schwierigkeiten identifizierbare
  einzelne Personen hatten.

Weitere Regeln:

* Da die Termine aufeinander aufbauen: Wer an einer Veranstaltung des
  Kurses teilnimmt, muss an allen früheren Veranstaltungen ebenfalls
  teilgenommen haben.
* Empfohlen wird, als Kennung bei den Online-Videokonferenzen den
  eigenen Vornamen und, falls vorhanden, das eigene Rufzeichen zu
  benutzen.  Andere, Kennungen sind erlaubt, auch anonymisierende oder
  pseudonymisierende, solange sie nicht mangelnde Wertschätzung für
  andere Teilnehmende oder die Gemeinschaft insgesamt kommunizieren
  oder geeignet sind, den Anschein zu erwecken, eine andere Person zu
  sein.
* Die gewählte Online-Kennung darf während des gesamten Kursverlaufs
  nicht geändert werden. (Denn der DARC sieht sich derzeit einer
  massiven Belästigungswelle aus dem Internet ausgesetzt, gegen die
  wir möglicherweise Sperren errichten werden.)
* Da die späteren Inhalte eines Termins auf den früheren Inhalten
  desselben Termins aufbauen, ist es nötig, an jedem Termin von Anfang
  an und durchgehend teilzunehmen.
* Wer während des Kurses essen möchte, stellt so lange die Übertragung
  von Audio und Video aus.  (Es wird aber auch Pausen geben.)
* Diskriminierendes oder anderes nicht wertschätzendes Verhalten ist
  im Rahmen des Kurses nicht erlaubt.  Das schließt Diskriminierung
  ein aufgrund von sexueller Orientierung, Lizenzklasse, Geschlecht,
  Religion oder ihrer Abwesenheit, Alter, sowie politischer
  Überzeugungen, so lange diese sich im Rahmen der deutschen FDGO
  bewegt und die Menschenrechte (nach [Resolution 217
  (III)](https://documents.un.org/doc/resolution/gen/nr0/043/88/pdf/nr004388.pdf)
  der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 10.12.1948) als
  für alle Menschen universell gültig anerkennt.
* Eine KI-Nutzung im laufenden Kurs oder im Zusammenhang mit ihm ist
  nicht erlaubt (siehe [unten](#no_ki)).

### Teilnahmevoraussetzungen [🔗](#voraussetzungen){.small} {: #voraussetzungen}

* Ein Laptop oder Desktop-PC mit Linux, Mac-OS oder Windows ist
  Voraussetzung.  Ein älterer Rechner sollte genügen (etwa 10 Jahre
  alt oder jünger, 4 GByte RAM oder mehr).
* Beim zweiten Kursteil (am Wochenende) traue ich mir nur die
  Betreuung einer recht kleinen Gruppe von Teilnehmenden zu.  Daher
  muss sich vorher per Email bei mir anmelden, wer daran teilnehmen
  möchte.  Die Anmeldung muss bis zum Freitagabend 8 Tage vor dem
  zweiten Kursteil erfolgen.  Welche Angaben ich in der Anmeldung
  finden will, werde ich noch rechtzeitig hier veröffentlichen.  Eine
  frühe Anmeldung erhöht nicht die Chancen auf Teilnahme.  Ob jemand
  teilnehmen kann, teile ich bis Montagfrüh der Kurswoche mit.
* Für den ersten Teil des Kurses (Dienstag und Donnerstag) wird eine
  Installation irgendeiner aktuellen Version von Python auf dem
  eigenen Rechner dringend empfohlen, für den zweiten Teil (am
  Wochenende) ist sie Voraussetzung.  (Für den ersten Kursteil kann
  anstelle der Python-Installation auch ein Taschenrechner benutzt
  werden, sofern dieser Taschenrechner das Rechnen mit komplexen
  Zahlen beherrscht.)
* Es ist, namentlich vor dem zweiten Teil des Kurses am Wochenende,
  weitere Software zu installieren.  Wie das geht, schreibe ich bis
  dahin noch ordentlich auf (im nächsten Abschnitt).
  
#### Software-Voraussetzungen [🔗](#software){.small} {: #software}

Ein normaler Browser muss auf dem Rechner installiert sein, mit dem an
der Videokonferenz teilgenommen werden kann und der am Wochenende auch
für die meiste Kursarbeit benutzt wird.  Ein Headset und eine übliche
Webcam (falls nicht eingebaut) werden empfohlen.

Vor dem ersten Abend bitte möglichst auf dem eigenen Rechner eine
aktuelle Version von [Python](https://www.python.org/downloads/)
installieren; vor dem Wochenende ist das Pflicht.  Aktuell sind laut
[offizieller Dokumentation](https://devguide.python.org/versions/) die
Pythonversionen 3.11 bis 3.15.  Wer die Wahl hat, nimmt die neueste
Version.  Wer nicht, macht sich keinen Kopf darum und nimmt irgendwas,
aber möglichst ab 3.11..

Auf Linux-Rechnern mit Debian-basierten Distributionen (Debian selbst,
Ubuntu, MINT, ...)  ist die schnellste Methode, das Nötige zu
installieren:

```
sudo apt-get install python3-venv
```

Wenn das nicht klappt, den richtigen Paketnamen suchen, zum Beispiel mit

```
apt-cache search --names-only python |
grep -P -- '-venv '
```

*__Hier ist vor dem Wochenende noch etwas mehr zu tun: Ein venv mit
Jupyter Notebook und Pandas und vermutlich SciPy. Ich dokumentiere das
noch beizeiten.__*

### Fernunterrichtsschutzgesetz nicht anwendbar [🔗](#nix_fernusg){.small} {: #nix_fernusg}

Der Kurs ist frei.  Er steht Mitgliedern des DARC wie auch
Außenstehenden gleichermaßen offen.  Von den Teilnehmenden am Kurs
wird keinerlei entgeldliche Gegenleistung erwartet.  Insofern kommt
kein Vertrag im Sinne des [Gesetzes zum Schutz der Teilnehmer am
Fernunterricht](https://www.gesetze-im-internet.de/fernusg/BJNR025250976.html)
zustande und das Gesetz ist auf diesen Kurs nicht anwendbar.

## Terminplanung [🔗](#termine){.small} {: #termine}

### Dienstag, ab 20:00 Uhr MEZ [🔗](#termin_di){.small} {: #termin_di}

_Welcher Dienstag? Das ist noch unklar._

Erster Teil des
[Vortrags](https://dj3ei.famsik.de/2022-vortrag-hamradio/),
angereichert mit Zahlenbeispielen und Übungen zum Selbstrechnen.

### Donnerstag, ab 20:00 MEZ [🔗](#termin_do){.small} {: #termin_do}

_Welcher Donnerstag? Zwei Tage später als der Dienstag oben._

Zweiter Teil des
[Vortrags](https://dj3ei.famsik.de/2022-vortrag-hamradio/),
angereichert mit Zahlenbeispielen und Übungen zum Selbstrechnen.

### Samstag, Sonntag jeweils 10:00 - 13:00 und 14:00 - 18:00 [🔗](#termin_woende){.small} {: #termin_woende}

_Welches Wochenende? Es fängt zwei Tage nach dem Donnerstag an._

Online-Kurs.  Den Teilnehmenden werden in Übungen Python-Kenntnisse
vermittelt, mit denen die oben beschriebenen Ziele zu erreichen sind.

Den Dienstag / Donnerstag plane ich, als öffentliche Veranstaltung
stattfinden zu lassen.  Für den Kurs am Wochenende werde ich vorher
Anmeldungen einsammeln, da ich mir nur zutraue, einen relativ kleinen
Kreis von Teilnehmenden zu betreuen; vielleicht 10 Personen.

## Details zum Konzept [🔗](#konzept){.small} {: #konzept}

### Zwei Vortragsabende [🔗](#konzept_2abende){.small} {: #konzept_2abende}

Am Dienstag und Donnerstag einer Woche trage ich meinen alten
[Vortrag](https://dj3ei.famsik.de/2022-vortrag-hamradio/) von der HAM
RADIO 2022 nochmal vor.

Es hat sich herausgestellt, dass dieser Vortrag eigentlich für eine
Veranstaltung zu lang ist.  Ich kriege den Stoff zwar in anderthalb
Stunden durch. Aber den Teilnehmenden rauchen hinterher die Köpfe.

Daher plane ich, ihn auf zwei Abende zu verteilen.

Um auf den Pythonkurs vorzubereiten, wird diese beiden Abende ergänzt
um Übungsaufgaben.  Für diese Übungsaufgaben wird bereits Python
benutzt, aber nur als eine Art bequemer Taschenrechner.

### Programmierkurs an einem Wochenende [🔗](#konzept_prog){.small} {: #konzept_prog}

Aus meiner früheren beruflichen Praxis als Softwareentwickler ist mir
geläufig: Um Programmieren zu lernen und die erste Programmiersprache,
braucht es etwa zwei Jahre.  Das führt dann immerhin zu Kenntnissen,
die ausreichen, an professionellen Softwareprojekten teilzunehmen und
die befähigen, für komplexe Aufgabenstellungen passende
Programmstrukturen erst einmal zu entwerfen (Softwaredesign).

Schneller ist, wer ein Ziel erreichen will, das nicht so weit weg ist.

Aus meiner Erfahrung als Tutor bei [Rails
Girls](https://railsgirls.com/)-Veranstaltungen weiß ich, dass an
einem einzelnen Wochenende Grundkenntnisse im Programmieren vermittelt
werden können.  (Bei den Rails Girls geht es, kurz gesagt, um das
Programmieren einer einfachen Web-Anwendung, die sich aus einer
SQL-Datenbank speist, die aus einer einzelnen Tabelle besteht.  Mit
einigem "Mut zur Lücke" durch die Lehrenden können am Ende des
Wochenendes solche Web-Anwendungen einigermaßen erstellt werden.
Zielgruppe bei den Rails Girls sind Frauen jeden Alters, die zwar
Computer und Internet selbstverständlich nutzen, aber noch überhaupt
nicht programmieren können.)

Ich weiß, dass es auch für Datenanalyse mit Python Kurse angeboten
werden, die sich an Leute wenden, die noch nicht programmieren können.

Ich denke: Mit Python, Jupyter Notebook und Pandas kann ich Leute
aus der Amateurfunkblase an einem Wochenende so weit führen, dass sie
diese Tools das Wechselstromverhalten von RLC-Netzwerken berechnen
lassen können und zum Beispiel Filterkurven erzeugen.

## KI [🔗](#no_ki){.small} {: #no_ki}

Es wird in diesem Kurs keine KI-Nutzung geben.

Wer während und für den hier vorgestellten Kurs auf die Nutzung von
LLM-KI nicht verzichten möchte, ist freundlich ausgeladen: Dieses
Weiterbildungsangebot und Du passen nicht zusammen, suche Dir bitte
ein anderes.  (Was Du *nach* dem Kurs oder *in anderen Zusammenhängen*
mit KI anstellst, ist Deine Verantwortung.)

### Hintergrund [🔗](#no_ki_hintergrund){.small} {: #no_ki_hintergrund}

In den 1970er Jahren hat das Buch "[Die Grenzen des
Wachstums](https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums)"
auf die politische Agenda gehoben, was wir heute "Nachhaltigkeit"
nennen.

Die Menschheit wird auf die Dauer nachhaltig wirtschaften.  In einer
endlichen Welt ist das eine selbstverständliche Tatsache.  Aus meiner
Sicht ist die spannende Frage, wie wir da hin kommen.  Da sehe ich
zwei Hauptszenarien:

- Wir machen so weiter wie bisher und verbrauchen gierig alle
  erreichbaren Reserven und Vorräte, die der Planet Erde zu bieten
  hat.  Wir nehmen alles, was wir kriegen können.  Sind dann alle
  greifbaren Resourcen erschöpft, fährt das Weltwirtschaftssystem
  krachend vor die Wand.  Nach dem Krach finden sich die relativ
  wenigen Überlebenden (im Vergleich zu heutigen Zahlen) in einer
  unangenehmen, ausgebluteten, postapokalyptischen Welt wieder.
  Nachhaltigkeit in bitterer Not.
- Wir lassen uns auf einen geplanten Ausstieg ein, einem intelligenten
  Umbau des bisherigen gierigen Wirtschaftswachstum mit seinem
  immerwährenden Hunger nach mehr und noch mehr Resourcen auf etwas
  neues, ganz anderes, das nachhaltig ist.  So krachen wir nicht
  planlos gegen die Wand der Erschöpfung essentieller Resourcen.
  Statt dessen gestalten wir ein Bremsmanöver und lenken das
  Weltwirtschaftssystem in eine ganz neue Richtung.  So bleibt auch in
  der Zukunft gutes Leben möglich.  Eine Transformation findet statt,
  die Apokalypse bleibt aus.  Viel weniger Tote, Nachhaltigkeit in
  erträglicheren Umständen.

Wer diese Zeilen liest, wird nicht überrascht sein, dass ich das
zweite Szenario bevorzuge und anstrebe.  Ich beziehe mich dabei auf
Artikel 25 der universellen Menschenrechte (nach [Resolution 217
(III)](https://documents.un.org/doc/resolution/gen/nr0/043/88/pdf/nr004388.pdf)
der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 10.12.1948), der
jedem Menschen ein Recht auf adäquaten Lebensstandard zusichert.
Meines Erachtens gilt das auch für die Zukunft, für jetzt noch junge
oder noch nicht geborene Menschen.

Und es ist mir ernst mit der Nachhaltigkeit.  Um nur ein Detail zu
nennen: Ich habe über 40 Jahre lang kalt geduscht, um die Energie zu
sparen, die sonst für das Aufheizen des Wassers nötig gewesen wäre.

Ich möchte und fordere den Wandel zu sparsamen und bescheidenen
Technologien, die zur zukünftigen nachhaltigen Welt passen.  Oder die
wenigstens zu einem plausiblen Weg dorthin passen.

Die Hauptspielart LLM der KI ist leider weder sparsam noch bescheiden.
Für das Training werden große Mengen an Energie und anderen Resourcen
gebraucht.  Sie passt also zu dem, was ich möchte und fordere,
überhaupt nicht.

Und übrigens brechen KI-Trainingsstaubsauger bei vielen Open Source
Projekten ein und saugen Inhalte ab, obwohl die Projektinhaber das
verbieten und zu verhindern versuchen.  Das ist m.E. das IT-Äquivalent
eines Einbruchs und daher verdächtige ich KI-Output, grundsätzlich
Hehlerware zu sein.  Das ist nochmal ein ganz anderes Problem.  Hier
sehe ich den Urheberrechtsschutz aus Artikel 27 Abs. 2 der
Menschenrechtsdeklaration verletzt.
{: .deemphasis}

Früher arbeitete ich beruflich als Softwareentwickler. Ich bin gerade
rechtzeitig vor der großen KI-Welle in Rente gegangen und sehr
zufrieden damit, dass sie über mich nicht mehr hinweg schwappt.  Mich
im Berufsalltag damit auseinander setzen zu müssen?  Nein, danke!

Was ich im Hobby nutze, dient meinem Freizeitvergnügen.  Für bloßes
Freizeitvergnügen möchte ich eine LLM-KI bestimmt nicht aktiv nutzen.
Wenn Du einen guten Grund siehst, sie doch zu nutzen, muss Du das auf
Deine Kappe nehmen.  Aber bitte erwarte nicht, dass ausgerechnet ich
Dich dabei auch noch unterstütze.  Dafür bin ich nicht die richtige
Person.

Fazit: Ich werde im Zusammenhang mit diesem Kurs keine KI-Nutzung
vorführen oder auch nur dulden.

FWIW: Heutzutage dusche ich kurz, aber warm, weil ich inzwischen
individuelles Klimaheldentum für nur mäßig zielführend halte.  Was wir
brauchen, ist nicht nur individuelles Engagement, wir brauchen vor
allem eine gesamtgesellschaftliche Transformation.
{: .deemphasis}
